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Schutzengel für Kinder e.V.

Aktionen 2019...

Delfintherapie für 13jährigen Jamie mit 2.000 Euro unterstützt

Das Foto von der letzten Delfintherapie im Kemar zeigt eindrucksvoll, dass zwischen Jamie und 'seinem Delfin' eine inniges Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte (Bildrechte: Klaus Port)

Seit dem tragischen Krebstod seiner Gattin vor 6 Jahren kämpft sich Klaus Waller aus Schwarzenholz mit seinem 13jährigen Sohn Jamie, der am "Kanner-Syndrom" leidet, alleine durch. Der tief berührende Schicksalschlag hat die gesamte Lebensplanung der kleinen Familie auf den Kopf gestellt. Da weder Betreuung noch gesundheitliche Versorgung des kranken Jamie von Verwandten übernommen werden konnten, musste Herr Waller seine Vollzeitbeschäftigung aufgeben. Zwar zeigte der Arbeitgeber Verständnis für seine prekäre Situation, indes konnte Herr Waller nur halbtags und nicht mehr an verantwortlicher Stelle weiterarbeiten. Das geringere Einkommen und der Wegfall des Lohnes seiner verstorbenen Gattin machten die Darlehensrückzahlung für das Eigenheim unmöglich, so dass dieses mit erheblichem Verlust verkauft und eine kleine Mietwohnung bezogen werden musste. Trotzdem hat sich Herr Waller nicht unterkriegen lassen. Liebevoll und fürsorglich versucht er mit medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten eine Verbesserung des Gesundheitszustandes seines schwerbehinderten Sohnes zu erreichen. Bei Jamie bestehen infolge eines frühkindlichen Autismus und damit einhergehender Entwicklungsstörungen erhebliche Auffälligkeiten in seinem Sozialverhalten, seiner Wahrnehmungsfähigkeit und seiner Kommunikation schlechthin. Mit dem Krankheitsbild einhergehend sind beispielsweise heftige Wutausbrüche und schlimme Aggressionen im Alltag. Nach unterschiedlichsten Therapien, darunter drei von unserem Verein mit jeweils 1.500 Euro bezuschussten Delfintherapien in den Jahren 2016. 2017 und 2018, verläuft die Entwicklung von Jamie erfreulicherweise erstaunlich positiv. Kürzlich berichtete sein Vater, dem keine Anstrengung zu groß und kein Weg zu weit ist, voller Stolz über "großartige Fortschritte", die er insbesondere den Delfintherapien zuschreibt: "Selbst kleinere Fortschritte bedeuten für Jamie und mich eine deutliche Erleichterung im Alltag...".Ein neues medizinisches Gutachten bestätigt, dass "Jamie nach den Delfintherapien tatsächlich deutlich ruhiger und ausgeglichener im Wesen geworden ist, so dass er sich kontinuierlich mehr mit sich selbst beschäftigen kann; sein Wortschatz hat sich deutlich vergrößert und zunehmend nutzt er Sprache in adäquater Weise, um eigene Bedürfnisse mitzuteilen." Diese schöne Entwicklung gibt große Zuversicht bei Fortführung der Behandlung, die allerdings auch viel Geld und Aufwand kostet.

Gerade deshalb erhofft sich Klaus Waller durch eine weitere 7tägige Delfintherapie in Belek/Türkei vor allem eine noch nachhaltigere Verbesserung des Sozialverhaltens bei Jamie. Über erfolgreiche neuartige, in zwischenmenschlichen Bereichen ablaufende heilende Methoden mit emotionalen Ansatzpunkten soll der Junge im Rahmen der Therapie mit Delfinen und speziell ausgebildeten Ärzten/Therapeuten über seine Gefühlsebene erlernen, mehr Geduld aufzubringen, negative Gefühle besser unter Kontrolle zu halten und seine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern. Zur Wahrnehmung der rund 6.000 Euro kostenden Therapie, für die weder die Krankenkasse noch ein sonstiger Kostenträger aufkommt, fehlen der kleinen Familie noch 2.000 Euro, die sie aus eigenen Mitteln nicht aufbringen kann.

"Ohne wenn und aber" unterstützen wir das für Familie Waller so wichtige Vorhaben und haben die noch offenen 2.000 Euro am 13.09.2019 auf das für Jamie bei "Kids and Dolfins GmbH" in 50127 Bergheim eingerichtete Spendenkonto überwiesen.

Wir wünschen Familie Waller für die Zukunft alles Gute, vor allem einen erfolgreichen Therapieverlauf in Belek mit den Delfinen und weitere gesundheitliche Fortschritte für Jamie.


7jährige Lukas darf sich über spezielle Therapieschwimmhilfe für 648 Euro freuen

Mit seiner neuen Therapieschwimmhilfe kann der 7jährige Lukas 'sein Element Wasser' gefahrlos genießen und dabei schön entspannen (Bildrechte: Klaus Port)

U nbürokratisch und nachhaltig konnten wir bereits zweimal dem 7jährigen Lukas und seinen sympathischen Eltern Stefanie und Sascha F. aus Dellfeld eine Freude bereiten und zu einer erheblichen Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen. In diesem Sinne haben wir im Januar 2018 mit einem Zuschuss von 5.000 Euro den unabdingbar notwendigen rollstuhlgerechten Spezialumbau des Familienautos gefördert und im Oktober 2018 die Installation der Rollstuhl-Hebebühne (HIRO Lift)  am Wohnhaus der Familie mit weiteren 5.000 Euro bezuschusst.

Lukas kam im 2012 zusammen mit seinen Geschwisterchen Leni (960  Gramm) und Silas (550 Gramm) als Drillingsfrühgeborener in der 27 SSW mit nur 860 Gramm Gewicht zur Welt. Als Folge eines medizinisch zwingend notwendigen Kaiserschnittes hatten alle drei Kinder einen ganz schweren Start ins Leben. Leider musste der kleine Silas, der nicht selbständig atmen konnte, nach mehreren Darmoperationen und einem komplizierten Eingriff am Herzen nach 8 Wochen als Sternenkind seinen Weg zu seinem Stern antreten. Glücklicherweise entwickelte sich Leni gut. Bei Lukas, der wegen unreifer Lunge maschinell beatmet werden musste, kam es am 3. Lebenstag zu einer schweren Hirnblutung mit Hirndrucksymptomatik. Nur durch sofortige Operation am Kopf konnte er überleben. Hinzu kam ein schweres Lungenproblem. Doch Lukas kämpfte tapfer, wollte leben. Nach 5 Monaten Krankenhaus durfte der zu 100 Prozent mehrfach schwerstbehinderte kleine Kämpfer endlich nach Hause. Leider sind die Folgen der Hirnblutung schwerwiegend, so dass Lukas sein Leben lang auf Hilfe angewiesen ist. Der Junge, der viel Zeit im Rollstuhl verbringen muss, ist blind, kann weder frei sitzen, gehen, stehen, auch nicht krabbeln.

Vor einigen Wochen bot sich erneut die Möglichkeit, Lukas zu helfen. Denn der Junge liebt das Element Wasser und genießt es, sich im Garten-Swimming-pool der Familie aufzuhalten bzw. ein Schwimmbad zu besuchen. Doch das dafür unabdingbar notwendige "sichere Handling" - Lukas muss von seinen Eltern sicher und gefahrlos über Wasser gehalten werden - wurde wegen fehlender Körperanspannung und Zunahme von Gewicht und Körpergröße ihres Sohnes zumehmends schwieriger. Daraus resultierte nachvollziehbar der Herzenswunsch nach einer speziellen, maßgeschneiderten Therapieschwimmhilfe für Lukas, die insbesondere auch für Kinder ohne Kopf- und Rumpfkontrolle und sogar für Epileptiker zum sicheren Aufenthalt im Wasser gut geeignet ist. Solche speziellen Hilfsmittel gibt es und ein Hersteller war auch schnell gefunden. Allerdings lehnte die Krankenkasse die Kostenübernahme für die besondere Therapieschwimmhilfe, die personenbezogen individuell nach Maß angefertigt werden muss, kategorisch ab.

Als wir bei einem Besuch der Familie hiervon Kenntnis erlangten, war klar, dass wir Lukas und seiner Familie ihren Herzenswunsch erfüllen. "Ohne wenn und aber" wurde die Anfertigung der maßgeschneiderten Spezial-Therapieschwimmhilfe mit eingebautem Epilepsiehelm, speziellen Balancekissen für Kopf und Rücken sowie Bein-Manschetten bei einer Münchener Fachfirma zum Preis von 648 Euro in Auftrag gegeben. Kurze Zeit später erfolgte die Lieferung und seit Anfang Juli ist es Lukas nun gefahr- und risikolos möglich, ohne Hilfe sichtlich entspannt im Wasser zu liegen und dabei viel Freude und Wohlbehagen zu empfinden.

Wir freuen uns, dass wir mit dem Kauf der zweckmäßigen Therapieschwimmhilfe einen kleinen Beitrag zur Steigerung der Lebensfreude von Lukas leisten konnten. Dessen Eltern freuen sich über das neue Hilfsmittel und zeigen sich mit der zweckmäßigen Anschaffung, die "optimale Arbeit leistet", sehr zufrieden; vor allem loben sie die einfache und unkomplizierte Handhabung.

Wir wünschen Lukas und seiner ganzen Familie weiterhin alles Gute und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn unsere Hilfe gebraucht wird.


4jährige Zoé erhält Trainingsgerät Galileo S35 für 4.400 Euro

Die kleine Kämpferin Zoé trainiert fleissig mit 'ihrem Trainingsgerät Galileo S35' und hat inzwischen tolle Fortschritte in ihrer Entwicklung gemacht (Bildrechte: Klaus Port)

D ie 4jährige Zoé P. wohnt mit ihrer Mama in Beckingen und ist ein ganz besonderes kleines Mädchen mit leider großem Mobilitätsproblem. Nach mehrwöchigen Komplikationen kam das zierliche Mädchen in der 32. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt. Eine während der Schwangerschaft nicht erkannte Infektion hatte bei Zoé eine Hirnentwicklungsstörung zur Folge, wobei ein kleiner Teil ihres Gehirns abgestorben ist, welcher die motorischen Fähigkeiten steuert. Dadurch leidet das aufgeweckte Mädchen an einer schweren Cerebralparese mit erheblichen Mobilitätsproblemen und konnte weder "Stehen" noch "Laufen" erlernen. Ihre Fortbewegungsmöglichkeit blieb im Wesentlichen aufs Krabbeln begrenzt, zumal sich ihre Hüfte wegen ihrer schwachen Beinmuskulatur und fehlenden Stehvermögens nicht richtig entwickeln konnte, was eine Hüftluxation (Ausrenkung des Hüftgelenks) zur Folge hatte.

Anfang 2019 konnte Zoé erfreulicher Weise für 6 Monate an dem speziellen REHA-Programm "Auf die Beine" der Uniklinik Köln teilnehmen, einem interdisziplinären Behandlungskonzept für Kinder mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, bei dem ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern Hand in Hand arbeitet. In diesem intensiven, individuell ausgerichteten Trainingsprogramm konnte die kleine Kämpferin Zoé überwältigende, nicht für möglich gehaltene Entwicklungsfortschritte erzielen. Durch kontinuierliches, gezieltes Training hat sie es tatsächlich geschafft, eine halbe Minute frei zu stehen, was zuvor unmöglich war. Entscheidenden Anteil an dieser großartigen Entwicklung hat das spezielle Therapie-Trainingsgerät Galileo Typ S 35. Intensives Training mit diesem Gerät hat bei Zoé eine deutliche Verbesserung ihres körperlichen Gesamtzustandes bewirkt, weil sowohl Muskelaufbau, Durchblutung und Gleichgewicht intensiv trainiert werden sowie der Muskeltonus erhöht wird. Die integrierte Wobbel- und Smart Coaching-Funktion des Gerätes ermöglicht dem Anwender eine enorme Funktionsvielfalt in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und eine hohe Effektivität. Zudem hat das regelmäßige Training dafür gesorgt, dass die eigene Wahrnehmung bei Zoé deutlich verbessert wurde.

Die kleine Kämpferin Zoé trainiert fleissig mit 'ihrem Trainingsgerät Galileo S35' und hat inzwischen tolle Fortschritte in ihrer Entwicklung gemacht (Bildrechte: Klaus Port)

Doch mit dem Ende des REHA-Programmes war für Zoé zugleich auch die so wichtige Möglichkeit des weiteren Trainings mit dem Galileo S35-Gerät weggefallen. Obwohl die Ärzte die Anschaffung dieses äußerst sinnvollen und zweckmäßigen Gerätes für Zoé dringend empfahlen, lehnte die Krankenkasse die Übernahme der Kosten in Höhe über 4.000 Euro für das "Galileo" kategorisch ab.

In dieser schwierigen Situation wandte sich Zoé´s Mama Ende Mai 2019 hilfesuchend an uns. Sie hatte sich an die von uns versprochene weitere "Schutzengel-Hilfe" erinnert, nachdem wir im Jahr 2018 mit einer 5.000 Euro-Spende bei der Anschaffung eines neuen Familienautos geholfen hatten. Natürlich wollten wir Zoé auch jetzt helfen. Deshalb haben wir "ohne wenn und aber" innerhalb weniger Tage das für Zoé so wichtige Gerät zum Preis von 4.400 Euro bei der Novotec Medical GmbH gekauft und somit der kleinen Familie ihren Herzenswunsch erfüllt. Seit Ende Juni 2019 kann Zoé nun zuhause auf "ihrem eigenen Galileo S35" trainieren und hat inzwischen weitere schöne Fortschritte erzielt, beispielsweise sich ohne Hilfe bis zu drei Schritte fortbewegen.

Wir wünschen Zoé und ihrer Mama weiterhin alles Gute und viel Erfolg beim Training. Natürlich bleiben wir mit der Familie in Kontakt. Wenn die Hilfe der Blieskasteler Schutzengel gebraucht wird, stehen wir jederzeit wieder gerne zur Verfügung.


Schwerstbehinderte Dana-Joline freut sich über neue Therapieschwimmhilfe für 782 Euro

Dana-Joline genießt es sichtlich, mit ihrer Spezial-Therapieschwimmhilfe mit eingebautem Epilepsiehelm, speziellen Balancekissen für Kopf und Nacken, Rücken und Becken sowie Bein-Manschetten im Wasser zu liegen (Bildrechte: Klaus Port)

D ie mehrfach schwerstbehinderte 12jährige Dana-Joline Schneider aus St. Wendel leidet unter der seltenen Krankheit Lissencephalie (Gehirnfehlbildung) und kann weder laufen noch sprechen. Starke und lange epileptische Anfälle gehören zum Alltag. Das freundliche Mädchen, dessen Lebenserwartung stark reduziert ist, muss "rund-um-die-Uhr" gepflegt werden. Die dadurch innerhalb der sympathischen Familie ohnehin schwierigen Tagesabläufe sind darauf ausgerichtet, Dana-Joline ihr schweres Schicksal so angenehm wie möglich zu gestalten und ihr ein liebevolles und glückliches Leben zu ermöglichen. Diese schwierige Aufgabe wird täglich hoch motiviert aufs Neue bewältigt.

Bereits im Jahr 2015 konnten wir für Dana-Joline einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe am öffentlichen Leben und zur Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Familie leisten. Mit einer 1.500 Euro-Spende hatten wir die Anschaffung eines behindertengerecht umgebauten Ford Tourneo Connect unterstützt, in welchen Dana-Joline mit ihrem Rollstuhl direkt über eine Rollstuhlrampe ins Fahrzeugheck gefahren werden kann. Dadurch konnte insbesondere die so wichtige Mobilität der Familie deutlich verbessert werden.

Im Juli 2019 bot sich unserem Verein erneut die Möglichkeit, das fröhliche Mädchen zu unterstützen und zugleich der ganzen Familie eine Freude zu bereiten. Eher zufällig hatten wir erfahren, dass Dana-Joline den Aufenthalt im Wasser immer sehr genießt und sich sehr gerne im Garten-Swimming-pool der Familie aufhält bzw. über Besuche im Schwimmbad freut. Doch das in diesem Zusammenhang unabdingbar notwendige "sichere Handling" - Dana-Joline sicher und gefahrlos über Wasser zu halten - wurde für Familie Schneider wegen der Zunahme von Gewicht und Körpergröße ihrer Tochter immer schwieriger. Aus dieser schwierigen Situation resultierte der Herzenswunsch nach einer speziellen, maßgeschneiderten Therapieschwimmhilfe für Dana-Joline, die insbesondere auch für Kinder ohne Kopf- und Rumpfkontrolle und sogar für Epileptiker zum sicheren Aufenthalt im Wasser sehr gut geeignet ist. Allerdings bezahlt die Krankenkasse diese besondere Therapieschwimmhilfe, die jeweils personenbezogen individuell angefertigt werden muss, nicht. Als wir Mitte Juli von diesem Sachverhalt Kenntnis erlangten, war klar, dass wir Dana-Joline und ihrer Familie diesen Herzenswunsch erfüllen. Innerhalb weniger Tage wurde die nach Maß angefertigte Spezial-Therapieschwimmhilfe mit eingebautem Epilepsiehelm, speziellen Balancekissen für Kopf und Nacken, Rücken und Becken sowie Bein-Manschetten bei einer Münchener Fachfirma zum Preis von 782 Euro beschafft. Seit Ende Juli kann Dana-Joline, die es liebt im Wasser sein zu dürfen und "im nassen Element" sichtlich viel Freude und Wohlbehagen empfindet, unbeschwert mit ihrem neuen Hilfsmittel sicher und entspannt im Wasser liegen.

Wir hoffen, dass die neue Therapieschwimmhilfe optimale "Arbeit" leistet und wünschen Dana-Joline und ihrer sympathischen Familie weiterhin alles Gute, insbesondere auch viel Freude im Wasser.


Fahrzeuganschaffung für 9jährigen Christopher und behindertengerechten Fahrzeugumbau mit 2.547 Euro bezuschusst

Am 08.08.2019 hatten wir lieben Besuch in unserer Schutzengel-Geschäftsstelle. Über den neuen Dacia Dokker mit spezieller Einstiegshilfe für Christopher freuten sich (von links nach rechts):  Heinz Braun, Dustin, Anke Faust mit Christopher, David, Peter Geble und Michael Port (Bildrechte: Klaus Port)

D er im Mai 2010 geborene Christopher Faust wohnt mit seiner alleinerziehenden Mama Anke und zwei minderjährigen Brüdern in Eppelborn. Infolge deutlicher Entwicklungsverzögerungen wurde nach zahlreichen medizinischen Untersuchungen bei Christopher der seltene Gendefekt "Mikrodeletionssyndrom 2q 23.1" festgestellt. Einhergehend mit dieser schlimmen Diagnose wurde das komplette Leben der sympathischen Familie "völlig auf den Kopf gestellt". Nach mehreren Krankenhausaufenthalten von Christopher und vor dem Hintergrund der ungewissen familiären Gesamtsituation in der Zukunft blieb Frau Faust nur die Möglichkeit, ihre Berufsausbildung als Arzthelferin abzubrechen, um sich ausschließlich um das Wohl von Christopher und das seiner beiden Brüder kümmern zu können. Denn die Auswirkungen des Gendefektes haben neben Kleinwuchs und Hirnatrophie (umgangssprachlich: Gehirnschwund) insbesondere auch zur Folge, dass der extrem entwicklungsverzögerte Junge dauerhaft auf dem Stand eines zwei- bis dreijährigen Kindes verbleibt mit der Folge, dass er im Alltag ständig beaufsichtigt und "rund-um-die-Uhr" betreut und gepflegt werden muss. Christopher ist sehr aktiv und immer in Bewegung, hat eine sehr geringe Aufmerksamkeitsspanne und leidet unter massiven Schlafstörungen. Aufgrund des genetisch bei ihm bedingten Kalziummangels neigt er zu Krampfanfällen. Zwar kann der Junge laufen, aber für längere Wegstrecken benötigt er seinen Rehabuggy. Gefahrenlagen kann er überhaupt nicht einschätzen und sein Schmerzempfinden ist erheblich beeinträchtigt.

Schon seit einiger Zeit bestand im Hinblick auf die für Christopher unabdingbar notwendigen regelmäßigen Arzt- und Therapiebesuche ein enormes Mobilitätsproblem bei Familie Faust. Ihr in die Jahre gekommenes Fahrzeug war sehr reparaturanfällig, unzuverlässig und infolge ständiger hoher Reparaturkosten längst unwirtschaftlich geworden. Trotz eisernem Sparwillen und persönlicher Entbehrungen erschien die Anschaffung eines zweckmäßigen Transportfahrzeuges wegen nicht ausreichender Eigenmittel zunächst aussichtslos. In ihrer nachvollziehbaren Notlage wählte Frau Faust indes einen Weg, der ihr nicht leichtgefallen ist und Überwindung kostete. Mit der herzlichen Bitte um finanzielle Unterstützung wandte sie sich an verschiedene Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Sponsoren. Wie sich zeigte, war dies der richtige Weg und so konnte die Familie dank entsprechender finanzieller Unterstützung durch Spendengelder im März 2019 ihren neuen Dacia Dokker beim Autohändler abholen. Auch wir haben insoweit 1.000 Euro für die Fahrzeuganschaffung beigesteuert.

Im Juni 2019 erfolgte schließlich noch der für Christopher so wichtige behindertengerechte Umbau am Fahrzeug bei einer Saarbrücker Spezialfirma. Dabei wurde eine automatische Kassettentrittstufe für den Jungen an der rechten hinteren Schiebetür angebracht, damit er problemlos in das Auto ein- bzw. aussteigen kann. Durch einfaches Einschieben mit dem Fuß kann nämlich die Trittstufe an der Fahrzeugtür ausrasten und fährt mit Gasfederunterstützung in die sichere Einstiegsposition für Christopher. Die Kosten der Umbaumaßnahem in Höhe von 1..547 Euro wurden von uns komplett übernommen.

Mit dem neuen Fahrzeug ist nun endlich wieder die so wichtige Mobilität für Christopher hergestellt und damit wenigstens ein Stück Lebensqualität für die ganze Familie möglich. Neben seiner medizinischen und therapeutischen Versorgung ist zugleich auch die gerade für ihn so wichtige Teilhabe am öffentlichen Leben sichergestellt, wozu selbstverständlich auch Familienausflüge sowie Besuche bei Verwandten und Freunden gehören.

Wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten, Familie Faust einen lang gehegten Herzenswunsch zu erfüllen, und wünschen für die Zukunft alles Gute sowie stets eine angenehme, unfallfreie Fahrt. Selbstverständlich werden wir die liebenswerte Familie weiterhin begleiten und jederzeit gerne mit Rat und Tat unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird.

1.500 Teilnehmer beim 9. Blieskasteler Schutzengellauf am 17. Mai 2019 zugunsten von Moritz und Aaliyah

nach dem Motto 'Niemand ist zu klein um zu helfen' waren alle Altersgruppen stark vertreten, um unsere Projekte für Moritz und Aaliyah zu unterstützen... (Bildrechte: Klaus Port)

I m Mittelpunkt unseres diesjährigen Spendenlaufes auf der Sportanlage des SC Blieskastel-Lautzkirchen standen die bewegenden Schicksale des 8jährigen Moritz aus St. Ingbert ("Schmetterlingskrankheit") und der 8jährigen Aaliyah aus Quierschied (seltener Gendefekt "Angelmann-Syndrom"). Details zu den Krankheitsbildern und Hilfsprojekten entnehmen Sie bitte dem Aktionsblatt unserer Website.

Schon im Vorfeld wurden "kräftig die Werbetrommeln gerührt" und um Teilnahme am Spendenlauf sowie um Spenden geworben. Dankenswerterweise fanden sich großzügige Sponsoren für Getränke, Obst, Kekse, selbst gebackene Kuchen, Müsliriegel, Salzgebäck pp.

Die Resonanz unserer Aktion mit neuem Teilnehmerrekord war überwältigend. Am Veranstaltungstag schnürten zwischen 08.00 und 21.00 Uhr mehr als 1.500 Teilnehmer "von jung bis alt" ihr Laufschuhe. Bei idealem Wetter legten ca. 700 Blieskasteler Schüler und Kinder mehrerer KiTas sowie zahlreiche Laufteams, Einzelläufer, Rollifahrer und Walker eindrucksvoll Runde um Runde auf der 400-Meter-Tartanbahn zurück. Der jüngste, im Kinderwagen geschobene Teilnehmer war 5 Wochen alt, die älteste Teilnehmerin beeindruckende 90 Jahre. Anerkennung gab es u.a. für eine rührige Gruppe vom Blieskasteler Seniorenheim St. Joseph, die hochmotiviert mit Rollstühlen und Rollatoren nebst Beteuern und Einrichtungsleiter ihre Runden drehte. Bei guter Stimmung und bestens motiviert demonstrierten viele Menschen mit und ohne Handicap damit "gelebte Solidarität" und überwältigende Hilfsbereitschaft. Rundenzeiten spielten keine Rolle, vielmehr stand der "Gedanke zu helfen" im Vordergrund, ganz im Sinne unserer Philosophie "Laufend Helfen - Helfen macht Spaß". Jeder Teilnehmer erhielt "seine persönliche Schutzengel-Urkunde" mit bestätigter Rundenanzahl.

Die Resonanz war nicht nur bei den "Blieskastelern" überwältigend, sondern weit darüber hinaus. So kamen viele Teilnehmer aus dem Großraum St. Ingbert, aber auch aus Saarbrücken, Völklingen, Neunkirchen, Elversberg, Bexbach, Homburg, Kirkel, Mandelbachtal, Ensheim, Illingen und Lebach und unterstützten eindrucksvoll. Wieder zeigte sich, wie sehr gerade Kinderschicksale die Menschen berühren und wie groß deren Bereitschaft zur Hilfe ist. Fast den ganzen Tag über herrschte reger Betrieb nicht nur auf der Laufbahn, so dass sich dank des tollen Zuspruchs und der engagierten Unterstützung zahlreicher Helfer des Schutzengelvereins und des SC Blieskastel-Lautzkirchen ein richtig schönes Integrations-Fest entwickelte. Die Geselligkeit kam nicht zu kurz, denn für das leibliche Wohl bestens gesorgt und Bernd Ley sowie "Walter" von Radio Melodie sorgten mit interessanten Beiträgen und flotter Musik für gute Unterhaltung. 

einfach nur schön... fröhliche, gut gelaunte Menschen die helfen möchten... WIR SAGEN DANKE! (Bildrechte: Klaus Port)

Als Zeichen der Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Vereinsarbeit waren neben Landtagspräsident Stephan Toscani unsere stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost,  Staatssekretär im Finanzministerium Ulli Meyer, Alex Funk als CDU-Fraktionsvorsitzender im Saarländischen Landtag  sowie die Blieskasteler CDU-Landtagsabgeordnete Jutta Schmitt-Lang vor Ort, darüber hinaus zahlreiche politisch Verantwortliche, Mandatsträger und Wahlkandidaten aller Ebenen und Parteien aus den Kommunen und dem Saarpfalz-Kreis, darunter die Blieskasteler Bürgermeisterkandidaten Bernd Hertzler und Lisa Becker. Auch Sternekoch Cliff Hämmerle war als engagierter Läufer vor Ort aktiv..

Als Veranstalter bedanken wir uns herzlich bei den Blieskasteler Schulen und Kindertagesstätten sowie allen teilnehmenden Läuferinnen und Läufern aus "nah und fern". Da es unmöglich erscheint, allen Teilnehmern persönlich DANKE zu sagen, seien stellvertretend für die zahlreichen Laufteams genannt: Laufschule Saarpfalz (Bernd Neuhardt), Rischbachschule St. Ingbert, Blieskasteler Werkstätten, Aquis Saarpfalz Kreis (gesponsert durch Landrat Theophil Gallo), Miteinander gegen Krebs, TTC Lautzkirchen, DLRG Blieskastel, Turnverein Webenheim, Kreissparkasse Saarpfalz,  Grojos Elversberg, Mini F-Jugend Handball Südostsaar, FC Niederwürzbach 09, "SG Tresen 08" (Restaurant Schuwer Aßweiler), "Expertentreff SC Blieskastel-Lautzkirchen", Jugend Reiterverein Neunkirchen e.V., DJK St. Ingbert Jugendabteilung, Karnevalsgesellschaft Rohrbach "dann wolle ma emol", Team Gemeinde Gersheim, Laufteam Bäckerei Mischo und "Die Skiknobler Die Steins" aus St. Ingbert,  Laufteams von CDU und Junge Union, SPD und Jusos sowie Bündnis90/Die Grünen.

Wir bedanken uns herzlich beim SC Blieskastel-Lautzkirchen (sowohl für die unentgeltlich zur Verfügung gestellte Anlage als auch die erstklassige Bewirtung), dem DRK Ortsverein Blieskastel-Mitte, Radio Melodie (Bernd Ley und "Walter"), dem Bauhof der Stadt Blieskastel, unseren zahlreichen engagierten und hoch motivierten Helferinnen und Helfern sowie den unzähligen Sachspendern von Getränken, Kuchen, Gebäck, Keksen und Obst . Vielen herzlichen Dank allen unseren großzügigen Sponsoren und Unterstützern!

Am Ende eines erfolgreichen Tages konnte zufrieden das Fazit gezogen werden, dass der 9. Spendenlauf eine Veranstaltung mit "Volksfest-Stimmung" war und die Erwartungen weit übertroffen hat. Zwar wird es Wochen dauern, bis alle Sponsorengelder eingesammelt sind und der Gesamterlös feststeht. Doch mit Blick auf bereits eingegangene Spenden dürfen wir zuversichtlich sein, wieder eine Spendensumme jenseits von 15.000 Euro plus X zu erreichen. Selbstverständlich werden wir über das Ergebnis und die Umsetzung der Hilfsprojekte berichten.

Nach dieser eindrucksvollen Aktion bleiben uns der Dank und die Gewissheit, dass Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit unserer Mitmenschen bemerkenswert und beispielgebend sind. Mit großem Respekt sprechen wir als Veranstalter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ALLEN, die, in welcher Weise auch immer, zum Gelingen unseres 9. Schutzengellaufes beigetragen haben, unseren herzlichen Dank und unsere Anerkennung aus. Wir sind beeindruckt von so viel gelebter Solidarität und dankbar für die großartige Unterstützung vieler Menschen mit großen Herzen, die wir erfahren durften. Wieder einmal zeigt sich, welche großartigen Leistungen möglich sind, wenn wir gemeinsam als "ein großes Helfer-Team" agieren.

Bilder der Veranstaltung...


Gebrauchter VW-Polo sichert Familie K. aus Neunkirchen Mobilität

Bei der Spendenübergabe am 16.03.2019 in der Oberwürzbacher Firma Auto & Motorrad Hoffmann freuten sich (von rechts nach links): Jennifer K. mit ihren Kindern Rosalie und Levi-Béla (auf Fahrzeug-Motorhaube), Klaus Port und Kfz-Meister Walter Hoffmann (Bildrechte: Gerhard Weidmann)

I m Februar 2019 wandte sich die gelernte Krankenschwester Jennifer K. aus Neunkirchen hilfesuchend an unseren Verein, weil sie als alleinerziehende junge Mutter mit zwei kleinen schwerstkranken Kindern enorme Probleme mit der für ihre Familie so ungemein wichtigen Mobilität hatte. Ohne eigenes Fahrzeug erschien ihr dringendstes Problem, die Gewährleistung der Wahrnehmung unzähliger Termine bei Ärzten, in Kliniken und bei Therapeuten, nicht lösbar. Die 4 Monate alte Tochter Rosalie hatte einen extrem schwierigen Start ins Leben. Infolge eines erblich bedingten Gendefektes kam das Mädchen mit dem Noonan-Syndrom zur Welt, weshalb es an einem Herzfehler sowie weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen leidet. Rosalie benötigt eine 16 Stunden-Dauersondierung über eine PEJ-Anlage, wobei die Nahrung über eine Sonde durch die Bauchhaut hindurch in den oberen Dünndarm verabreicht. wird. Unter ständiger Aspirationsgefahr übergibt sich das kleine Mädchen bis zu 15mal am Tag. Der 4jährige Sohn Levi-Béla kam als Extremfrühchen mit nur 780 g zur Welt und hatte infolge immer wiederkehrender Atemaussetzer lange Zeit mit lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Zuständen zu kämpfen. Wegen seiner Frühchenlunge (BPD) waren alleine 2017 und 2018 über 40 Arzttermine wahrzunehmen. Der aufgeweckte Junge leidet zudem unter Kleinwuchs und Hyperaktivität, was ihn selbst nachts kaum zur Ruhe kommen lässt. Zeitweise muss Levi-Béla bis zu 5 Dauer- und Notfallmedikamente zu sich nehmen, insbesondere auch wegen seiner ständigen starken Pseudo-Krupp-Hustenanfälle bis zum Erbrechen, wegen denen permanent ärztliche und therapeutische Behandlungen erfolgen müssen, was die unumgänglich notwendige Mobilität für Familie K. unterstreicht.

Zum Glück konnte in dieser für Familie K. besonders schwierigen Lebenslage schnell eine gute Lösung gefunden werden. Denn am 13.03.2019 hatte der Schutzengelverein im Rahmen der Aktivierungsmaßnahme "Meilenstein" einen generalüberholten, gebrauchten VW Polo geschenkt bekommen. Der schmucke Kleinwagen war im Rahmen einer sog. Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung als Workshop in enger Kooperation zwischen der AQuiS GmbH und der Firma Auto & Motorrad Hoffmann mit Sitz in Oberwürzbach technisch komplett überholt und verkehrstauglich mit TÜV gemacht worden. Das Jobcenter Saarpfalz-Kreis hatte den Workshop komplett finanziert. Mit viel Herzblut hatte Kfz.-Meister und Ideengeber dieser besonderen Aktion Walter Hoffmann für die Umsetzung des Workshops verantwortlich gezeichnet und in Funktion des fachlichen Anleiters Jugendlichen und jungen Erwachsenen Grundkenntnisse in den Bereichen KFZ-Service, Karosseriebau sowie Autolackierung vermittelt.

Bereits am 16.03.2019 erfolgte in der Oberwürzbacher Firma Auto & Motorrad Hoffmann die Fahrzeugübergabe an Familie K., die sich über den "rundum generalüberholten" VW-Polo riesig freuen durfte und nun endlich wieder mobil ist. Wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten, den Herzenswunsch der kleinen Familie zu erfüllen und wünschen für die Zukunft alles Gute sowie allzeit eine unfallfreie gute Fahrt. Und wenn die Familie nochmals unsere "Schutzengel-Hilfe" brauchen sollte, stehen wir ihr jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.


Schutzengelverein bezuschusst Anschaffung eines behindertengerechten Ford Tourneo Connect für Marc aus Homburg mit 13.200 Euro

Bei der offiziellen Übergabe des behindertengerecht umgebauten Ford Toruneso Connect am 22.03.2019  freuen sich Marc Müller (im Rollstuhl) und Klaus Port (Bildrechte: Klaus Port)

V on Geburt an ist der 22jährige Marc Müller aus Homburg schwerst mehrfachbehindert und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Der lebhafte junge Mann, der von seiner alleinerziehenden Mama liebevoll betreut wird, kann weder Laufen noch Stehen und ist blind. Neben einer schweren Tetraspastik leidet Marc, der nur mit Hilfe seines Rollstuhles fortzubewegen ist, an Epilepsie. Seit einiger Zeit bestand ein enormes Problem für die kleine Familie hinsichtlich der Mobilität von Marc. Denn nicht zuletzt aufgrund seines erheblichen Körpergewichtes und seines Körperumfanges war das in die Jahre gekommene Auto der Familie für regelmäßige Transporte von Marc zu Ärzten, Therapeuten sowie in die Klinik, aber auch für die so wichtige Teilhabe am öffentlichen Leben nicht mehr geeignet. Da öffentliche Verkehrsmittel als Alternative für Marc ausscheiden, erschien als sinnvollste Möglichkeit die Anschaffung eines behindertengerecht umgebauten Fahrzeuges mit Rollstuhlrampe im Heck. Idealerweise war das "neue Wunschauto" mit ausreichendem Platzangebot ein Ford Tourneo Connect, der allerdings einschließlich behindertengerechtem Umbau über 28.000 Euro kostete, viel Geld, das Familie Müller trotz eisernem Sparwillen alleine nicht aufbringen konnte. Weil deren Eigenmittel bei weitem nicht ausreichten, wählte sie in ihrer nachvollziehbaren Notlage einen Weg, der ihr nicht leichtgefallen ist und Überwindung kostete. Mit der herzlichen Bitte um finanzielle Unterstützung wandte sich Frau Müller Anfang 2017 an verschiedene Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Sponsoren. Wie sich zeigte, war dies der richtige Weg. Allerdings fehlten im April 2018 noch immer 13.200 Euro. Selbstverständlich war es uns ein Herzensanliegen, diese noch offene Summe als Spende beizusteuern, damit Familie Müller ihr Fahrzeug endlich verbindlich beim Autohaus Jochem GmbH in St. Ingbert bestellen konnte. Leider hat das Autohaus in diesem Zusammenhang eine unrühmliche Rolle gespielt. Denn nach der Lieferung des Neuwagens im August 2018 stellte sich fataler Weise heraus, dass der bestellte und vollständig bezahlte Neuwagen Ford Tourneo Connect überhaupt nicht mit Rollstuhlrampe umzubauen ist. Anstatt den bedauerlichen Fehler einzuräumen und Familie Müller zeitnah zu ihrem behindertengerechten Fahrzeug für Marc zu verhelfen, zeigte sich das Autohaus unbeeindruckt von dem Sachmangel alles andere als kundenfreundlich und hilfsbereit gegenüber ihrem schwerstbehinderten Kunden. Anstatt „mit Herz“ zu helfen und sich um Schadensbegrenzung bzw. Wiedergutmachung zu bemühen, wurde sogar bezeichnender Weise vehement in Abrede gestellt, bei Vertragsabschluss von dem beabsichtigen Fahrzeugumbau überhaupt Kenntnis gehabt zu haben, was sich allerdings schnell und schriftlich nachweisbar als Schutzbehauptung herausstellte. Erst nachdem Familie Müller einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen beauftragt hatte, wurde nach Wochen eingelenkt mit dem Ergebnis, dass Familie Müller seit Februar 2019 nun endlich ein Jahreswagen Ford Tourneo Connect behindertengerecht mit Rollstuhlrampe umgebaut zur Verfügung steht.   

Wir freuen uns, dass wir mit unserer 13.200 Euro-Spende und trotz des herzlos erscheinenden Verhaltens des Autohauses der sympathischen Familie Müller zu ihrem behindertengerechten Fahrzeug verhelfen konnten. Mit dem modernen Wagen wurde die Lebensqualität und insbesondere die so wichtige Mobilität von Familie Müller entscheidend verbesssert. Wir wünschen allzeit eine gute Fahrt und gute Gesundheit für die Zukunft. Selbstverständlich werden wir die Familie weiterhin begleiten und unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird. 


Fahrzeuganschaffung für 10jährigen Paul und behindertengerechten Fahrzeugumbau mit 5.000 Euro bezuschusst

Stolz präsentiert Paul das neue Familienauto mit der Rollstuhlrampe im Heck (Bildrechte: Fam. Thewes)

D er im Juli 2009 geborene Paul Thewes, der mit seiner sympathischen Familie in Schmelz wohnt, leidet an Lisenzephalie Typ 1, einer Fehlbildung des Gehirns mit diversen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Der liebenswerte Junge ist dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen und muss rund um die Uhr betreut werden.

Als Paul vor einiger Zeit einen elektronischen Rollstuhl bekam, war dies ein schöner und wichtiger Beitrag hinsichtlich einer etwas größeren Selbständigkeit des Jungen im ohnehin schwierigen Alltag.  Es entstand dadurch aber auch ein neues Problem bei der Familie. Denn Pauls größerer und schwergewichtiger Rollstuhl benötigt deutlich mehr Platz beim Transport als ein "normaler" Rollstuhl, was zur Folge hatte, dass das bisherige Familienauto von Familie Thewes vom Raumvolumen her zu klein geworden war. Um indes insoweit Abhilfe zu schaffen und Paul die für ihn so wichtige Mobilität weiterhin zu gewährleisten, insbesondere seine regelmäßigen Arzt- und Therapiebesuche sicherzustellen sowie die so wichtigen Ausflüge mit seiner Familie weiterhin zu ermöglichen, erschien die Anschaffung eines anderen Familienautos mit deutlich mehr Raumvolumen für die insgesamt vierköpfige Familie unumgänglich. Mit eisernem Sparwillen und mit Hilfe einiger Spendengelder, auch von privaten "Unterstützern", konnte schließlich Mitte 2018 ein neuwertiger Ford Tourneo Connect gekauft werden, der der bescheidenen Familie seither wertvolle Dienste leistet. Doch der unabdingbar notwendige behindertengerechte Fahrzeugumbau mit einer Rollstuhlrampe im Heck verzögerte sich infolge Verkettung unglücklicher Umstände um mehrere Monate. Erfreulicherweise konnte der für den Transport von Paul so wichtige Fahrzeugumbau nun endlich im Januar 2019 erfolgreich abgeschlossen werden, so dass Pauls Mobilität und damit seine Teilhabe am öffentlichen Leben nunmehr wieder hergestellt ist.

Wir haben zur Erfüllung des Herzenswunsches von Familie Thewes den Kauf des Ford Toruneo Connect mit 3.000 Euro und den bei der Saarbrücker KLS GmbH vorgenommenen Fahrzeugumbau mit 2.000 Euro unterstützt. Insoweit freuen wir uns, der netten Familie bei den doch sehr kostenintensiven Aufwendungen wenigstens in finanzieller Hinsicht ein wenig geholfen zu haben.

Für die Zukunft wünschen wir der gesamten Familie alles Gute und allzeit eine unfallfreie gute Fahrt. Und wenn die Familie nochmals unsere "Schutzengel-Hilfe" brauchen sollte, stehen wir ihr  jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.


Schutzengel übernehmen Kosten in Höhe von 1000 Euro für Mietfahrzeug zur Aufrecherhaltung der Mobilität von Jennifer

Das Foto zeigt die liebenswerte Jennifer Schwarz bei ihrer wöchentlichen Reittherapie (Bildrechte: Anja Schwarz)

Z ur Philosophie der gemeinnützigen Blieskasteler Schutzengel gehört mit sehr hoher Priorität eine schnelle und unbürokratische Hilfe in besonders schwierigen Lebenslagen für schwerstbehinderte junge Menschen. In diesem Sinne ereilte uns kürzlich ein "dringender Hilferuf" für die 24jährige Jennifer Schwarz aus Püttlingen, die zu 100 Prozent körperlich und geistig schwerstbehindert ist und sich mehreren schwierigen Gehirnoperationen unterziehen musste. Jennifer, die während einer OP einen Hirninfarkt erlitt, leidet u. a. an spastischer Hemiparese, Mikrocephalie und erheblichen Sehstörungen. Sie kann nicht sprechen und nur sehr kurze Distanzen mit Hilfestellung laufen. Im Alltag ist sie weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen und bedarf einer eingehenden Betreuung und Fürsorge "rund-um-die-Uhr". Mit viel Liebe und Herzblut kümmert sich Mama Anja um das Wohl ihrer Tochter, wobei ihr kein Weg zu weit und keine Mühe zu groß ist. Frau Schwarz verbringt Jennifer fast täglich zu Arzt- und Therapieterminen, wobei sie wegen der Behinderung ihrer Tochter zwingend auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, auch wegen zu bewältigender großer räumlicher Entfernungen. Als kurz vor Weihnachten das "in die Jahre gekommene" Auto von Familie Schwarz einen kapitalen Getriebeschaden hatte, bedeutete dies zugleich ein enormes Mobilitätsproblem für die sympathische und bescheidene Familie. Denn die im Raum stehenden immensen Reparaturkosten standen völlig außer Verhältnis zum aktuellen Zeitwert des Autos, so dass eine Instandsetzung allein schon aus Kostengründen ausschied. Die einzig sinnvolle und vor allem nachhaltige Problemlösung bestand in der Anschaffung eines günstigen, zweckmäßigen Neufahrzeuges, welches Familie Schwarz innerhalb weniger Tage bei einem günstigen Kfz-Händler vor Ort bestellte. Dabei war insbesondere ausschlaggebend, dass  die Familie das Fahrzeug mit ihren bescheidenen finanziellen Möglichkeiten finanzieren kann. Vor dem Hintergrund, dass das Neufahrzeug voraussichtlich aber erst Ende März/Anfang April 2019 zur Auslieferung kommt, wurde es erforderlich, bis dahin für Jennifer eine praktikable, kostengünstige Transportmöglichkeit zur Wahrnehmung ihrer vielen Termine zu finden. Insoweit wurden u. a. bei einem Saarbrücker Mietauto-Handel die Konditionen hinsichtlich der Anmietung eines für den Transport von Jennifer geeigneten Autos überprüft. Schließlich bestand die Lösung in der Anmietung eines gebrauchten Peugeot-Partner, dessen Monatsmiete allerdings 300 Euro beträgt, viel Geld, das Familie Schwarz in ihrer ohnehin schwierigen finanziellen Situation nicht alleine aufbringen kann.

Bei Kenntnisnahme dieses durchaus preisgünstigen Mietwagenangebotes haben wir sofort beschlossen, Familie Schwarz 1.000 Euro zur Verfügung zu stellen, damit das aktuelle Mobilitätsproblem bis zur Lieferung des bestellten Familienautos auf diese Weise gelöst ist. Insoweit freuen wir uns, Jennifer und ihrer netten Familie mit dieser finanziellen Unterstützung wirksam helfen zu können und versprechen, dass wir auch bei künftigen Problemen mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen.  


Schutzgengel bezuschussen Hebebühne für 6jährigen Lukas F. mit 5.000 Euro

Bei der 'offiziellen Spendenübergabe' am 12.01.2019 in Dellfeld freuten sich Lukas und seine Eltern Sascha und Stefanie mit Klaus Port (links) über die zweckmäßige Rollstuhl-Hebebühne, die den ohnehin schwierigen Alltag der Familie etwas erleichtert (Bildrechte: Klaus Port)

E rneut konnten wir den 6jährigen Lukas und seine Eltern Stefanie und Sascha F. aus Dellfeld unbürokratisch und nachhaltig bei der Realisierung eines Herzenswunsches unterstützen. Lukas kam im Januar 2012 zusammen mit seinen Geschwisterchen Leni (960 Gramm) und Silas (550 Gramm) als Drillingsfrühgeborener in der 27 SSW mit nur 860 Gramm Gewicht zur Welt. Als Folge eines medizinisch zwingend notwendigen Kaiserschnittes hatten alle drei Kinder einen ganz schweren Start ins Leben. Leider musste der kleine Silas, der nicht selbständig atmen konnte, nach mehreren Darmoperationen und einem komplizierten Eingriff am Herzen nach 8 Wochen als Sternenkind seinen Weg zu seinem Stern antreten. Glücklicherweise entwickelte sich Leni gut. Bei Lukas, der wegen unreifer Lunge maschinell beatmet werden musste, kam es am 3. Lebenstag zu einer schweren Hirnblutung mit Hirndrucksymptomatik. Nur durch sofortige Operation am Kopf konnte er überleben. Hinzu kam ein schweres Lungenproblem. Doch Lukas kämpfte tapfer, wollte leben. Nach 5 Monaten Krankenhaus durfte der zu 100 Prozent mehrfach schwerstbehinderte kleine Kämpfer endlich nach Hause. Leider sind die Folgen der Hirnblutung schwerwiegend, so dass Lukas sein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein wird. Der Junge ist blind, kann weder frei sitzen, gehen, stehen, auch nicht krabbeln und muss viel Zeit im Rollstuhl verbringen.

Da Lukas im Alltag neben dem Schulbesuch verschiedene Therapien außerhalb der Wohnung wahrnehmen muss und natürlich so viel wie möglich am öffentlichen Leben teilhaben soll, musste er bislang beim Verlassen des Anwesens tagein, tagaus mit dem Rollstuhl – oft  mehrmals täglich -  von Familienangehörigen oder Bezugspersonen die Eingangstreppe hoch- bzw. herunter getragen werden. Dieser "körperliche Kraftakt" wurde infolge zunehmenden Alters und Körpergewichts von Lukas immer beschwerlicher. In dieser prekären Situation erschien die Anschaffung einer Rollstuhl-Hebebühne für Lukas unumgänglich. Aufgrund baulicher Gegebenheiten am Haus und der räumlichen Lage seines Therapiezimmers bot sich die Installation der Hebebühne am zweckmäßigsten an der Rückseite des Anwesens direkt am Balkon an. Doch unabdingbar notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Balkonstatik, aufwendige Änderungen am Balkongeländer sowie unumgängliche Erd- und Fundamentarbeiten verursachten insoweit Gesamtkosten von 25.000 Euro für das Hebebühne-Projekt.

Da die finanziellen Eigenmittel der sympathischen Familie nicht ausreichten, haben wir sie unbürokratisch mit einem Zuschuss von 5.000 Euro gerne unterstützt. Von daher konnte die Rollstuhl-Hebebühne bei der Firma HIRO LIFT in Auftrag gegeben und installiert werden. Jetzt kann Lukas das Haus mit seinem Rollstuhl problemlos verlassen bzw. wieder zurückgebracht werden. Wenn wir schon nicht medizinisch helfen können, so freuen wir uns, dass wir Familie F. nach unserer Unterstützungsleistung im Januar 2018 (Zuschuss von 5.000 Euro für speziellen Fahrzeugumbau) wenigstens nochmals finanziell helfen und einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Lebensqualität leisten konnten.

Wir wünschen Lukas und seiner ganzen Familie alles Gute und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn unsere Hilfe gebraucht wird.

 

 

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