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Schutzengel für Kinder e.V.

Aktionen 2019...

1.500 Teilnehmer beim 9. Blieskasteler Schutzengellauf am 17. Mai 2019 zugunsten von Moritz und Aaliyah

nach dem Motto 'Niemand ist zu klein um zu helfen' waren alle Altersgruppen stark vertreten, um unsere Projekte für Moritz und Aaliyah zu unterstützen... (Bildrechte: Klaus Port)

I m Mittelpunkt unseres diesjährigen Spendenlaufes auf der Sportanlage des SC Blieskastel-Lautzkirchen standen die bewegenden Schicksale des 8jährigen Moritz aus St. Ingbert ("Schmetterlingskrankheit") und der 8jährigen Aaliyah aus Quierschied (seltener Gendefekt "Angelmann-Syndrom"). Details zu den Krankheitsbildern und Hilfsprojekten entnehmen Sie bitte dem Aktionsblatt unserer Website.

Schon im Vorfeld wurden "kräftig die Werbetrommeln gerührt" und um Teilnahme am Spendenlauf sowie um Spenden geworben. Dankenswerterweise fanden sich großzügige Sponsoren für Getränke, Obst, Kekse, selbst gebackene Kuchen, Müsliriegel, Salzgebäck pp.

Die Resonanz unserer Aktion mit neuem Teilnehmerrekord war überwältigend. Am Veranstaltungstag schnürten zwischen 08.00 und 21.00 Uhr mehr als 1.500 Teilnehmer "von jung bis alt" ihr Laufschuhe. Bei idealem Wetter legten ca. 700 Blieskasteler Schüler und Kinder mehrerer KiTas sowie zahlreiche Laufteams, Einzelläufer, Rollifahrer und Walker eindrucksvoll Runde um Runde auf der 400-Meter-Tartanbahn zurück. Der jüngste, im Kinderwagen geschobene Teilnehmer war 5 Wochen alt, die älteste Teilnehmerin beeindruckende 90 Jahre. Anerkennung gab es u.a. für eine rührige Gruppe vom Blieskasteler Seniorenheim St. Joseph, die hochmotiviert mit Rollstühlen und Rollatoren nebst Beteuern und Einrichtungsleiter ihre Runden drehte. Bei guter Stimmung und bestens motiviert demonstrierten viele Menschen mit und ohne Handicap damit "gelebte Solidarität" und überwältigende Hilfsbereitschaft. Rundenzeiten spielten keine Rolle, vielmehr stand der "Gedanke zu helfen" im Vordergrund, ganz im Sinne unserer Philosophie "Laufend Helfen - Helfen macht Spaß". Jeder Teilnehmer erhielt "seine persönliche Schutzengel-Urkunde" mit bestätigter Rundenanzahl.

Die Resonanz war nicht nur bei den "Blieskastelern" überwältigend, sondern weit darüber hinaus. So kamen viele Teilnehmer aus dem Großraum St. Ingbert, aber auch aus Saarbrücken, Völklingen, Neunkirchen, Elversberg, Bexbach, Homburg, Kirkel, Mandelbachtal, Ensheim, Illingen und Lebach und unterstützten eindrucksvoll. Wieder zeigte sich, wie sehr gerade Kinderschicksale die Menschen berühren und wie groß deren Bereitschaft zur Hilfe ist. Fast den ganzen Tag über herrschte reger Betrieb nicht nur auf der Laufbahn, so dass sich dank des tollen Zuspruchs und der engagierten Unterstützung zahlreicher Helfer des Schutzengelvereins und des SC Blieskastel-Lautzkirchen ein richtig schönes Integrations-Fest entwickelte. Die Geselligkeit kam nicht zu kurz, denn für das leibliche Wohl bestens gesorgt und Bernd Ley sowie "Walter" von Radio Melodie sorgten mit interessanten Beiträgen und flotter Musik für gute Unterhaltung. 

einfach nur schön... fröhliche, gut gelaunte Menschen die helfen möchten... WIR SAGEN DANKE! (Bildrechte: Klaus Port)

Als Zeichen der Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Vereinsarbeit waren neben Landtagspräsident Stephan Toscani unsere stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost,  Staatssekretär im Finanzministerium Ulli Meyer, Alex Funk als CDU-Fraktionsvorsitzender im Saarländischen Landtag  sowie die Blieskasteler CDU-Landtagsabgeordnete Jutta Schmitt-Lang vor Ort, darüber hinaus zahlreiche politisch Verantwortliche, Mandatsträger und Wahlkandidaten aller Ebenen und Parteien aus den Kommunen und dem Saarpfalz-Kreis, darunter die Blieskasteler Bürgermeisterkandidaten Bernd Hertzler und Lisa Becker. Auch Sternekoch Cliff Hämmerle war als engagierter Läufer vor Ort aktiv..

Als Veranstalter bedanken wir uns herzlich bei den Blieskasteler Schulen und Kindertagesstätten sowie allen teilnehmenden Läuferinnen und Läufern aus "nah und fern". Da es unmöglich erscheint, allen Teilnehmern persönlich DANKE zu sagen, seien stellvertretend für die zahlreichen Laufteams genannt: Laufschule Saarpfalz (Bernd Neuhardt), Rischbachschule St. Ingbert, Blieskasteler Werkstätten, Aquis Saarpfalz Kreis (gesponsert durch Landrat Theophil Gallo), Miteinander gegen Krebs, TTC Lautzkirchen, DLRG Blieskastel, Turnverein Webenheim, Kreissparkasse Saarpfalz,  Grojos Elversberg, Mini F-Jugend Handball Südostsaar, FC Niederwürzbach 09, "SG Tresen 08" (Restaurant Schuwer Aßweiler), "Expertentreff SC Blieskastel-Lautzkirchen", Jugend Reiterverein Neunkirchen e.V., DJK St. Ingbert Jugendabteilung, Karnevalsgesellschaft Rohrbach "dann wolle ma emol", Team Gemeinde Gersheim, Laufteam Bäckerei Mischo und "Die Skiknobler Die Steins" aus St. Ingbert,  Laufteams von CDU und Junge Union, SPD und Jusos sowie Bündnis90/Die Grünen.

Wir bedanken uns herzlich beim SC Blieskastel-Lautzkirchen (sowohl für die unentgeltlich zur Verfügung gestellte Anlage als auch die erstklassige Bewirtung), dem DRK Ortsverein Blieskastel-Mitte, Radio Melodie (Bernd Ley und "Walter"), dem Bauhof der Stadt Blieskastel, unseren zahlreichen engagierten und hoch motivierten Helferinnen und Helfern sowie den unzähligen Sachspendern von Getränken, Kuchen, Gebäck, Keksen und Obst . Vielen herzlichen Dank allen unseren großzügigen Sponsoren und Unterstützern!

Am Ende eines erfolgreichen Tages konnte zufrieden das Fazit gezogen werden, dass der 9. Spendenlauf eine Veranstaltung mit "Volksfest-Stimmung" war und die Erwartungen weit übertroffen hat. Zwar wird es Wochen dauern, bis alle Sponsorengelder eingesammelt sind und der Gesamterlös feststeht. Doch mit Blick auf bereits eingegangene Spenden dürfen wir zuversichtlich sein, wieder eine Spendensumme jenseits von 15.000 Euro plus X zu erreichen. Selbstverständlich werden wir über das Ergebnis und die Umsetzung der Hilfsprojekte berichten.

Nach dieser eindrucksvollen Aktion bleiben uns der Dank und die Gewissheit, dass Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit unserer Mitmenschen bemerkenswert und beispielgebend sind. Mit großem Respekt sprechen wir als Veranstalter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ALLEN, die, in welcher Weise auch immer, zum Gelingen unseres 9. Schutzengellaufes beigetragen haben, unseren herzlichen Dank und unsere Anerkennung aus. Wir sind beeindruckt von so viel gelebter Solidarität und dankbar für die großartige Unterstützung vieler Menschen mit großen Herzen, die wir erfahren durften. Wieder einmal zeigt sich, welche großartigen Leistungen möglich sind, wenn wir gemeinsam als "ein großes Helfer-Team" agieren.

Bilder der Veranstaltung...


Gebrauchter VW-Polo sichert Familie K. aus Neunkirchen Mobilität

Bei der Spendenübergabe am 16.03.2019 in der Oberwürzbacher Firma Auto & Motorrad Hoffmann freuten sich (von rechts nach links): Jennifer K. mit ihren Kindern Rosalie und Levi-Béla (auf Fahrzeug-Motorhaube), Klaus Port und Kfz-Meister Walter Hoffmann (Bildrechte: Gerhard Weidmann)

I m Februar 2019 wandte sich die gelernte Krankenschwester Jennifer K. aus Neunkirchen hilfesuchend an unseren Verein, weil sie als alleinerziehende junge Mutter mit zwei kleinen schwerstkranken Kindern enorme Probleme mit der für ihre Familie so ungemein wichtigen Mobilität hatte. Ohne eigenes Fahrzeug erschien ihr dringendstes Problem, die Gewährleistung der Wahrnehmung unzähliger Termine bei Ärzten, in Kliniken und bei Therapeuten, nicht lösbar. Die 4 Monate alte Tochter Rosalie hatte einen extrem schwierigen Start ins Leben. Infolge eines erblich bedingten Gendefektes kam das Mädchen mit dem Noonan-Syndrom zur Welt, weshalb es an einem Herzfehler sowie weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen leidet. Rosalie benötigt eine 16 Stunden-Dauersondierung über eine PEJ-Anlage, wobei die Nahrung über eine Sonde durch die Bauchhaut hindurch in den oberen Dünndarm verabreicht. wird. Unter ständiger Aspirationsgefahr übergibt sich das kleine Mädchen bis zu 15mal am Tag. Der 4jährige Sohn Levi-Béla kam als Extremfrühchen mit nur 780 g zur Welt und hatte infolge immer wiederkehrender Atemaussetzer lange Zeit mit lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Zuständen zu kämpfen. Wegen seiner Frühchenlunge (BPD) waren alleine 2017 und 2018 über 40 Arzttermine wahrzunehmen. Der aufgeweckte Junge leidet zudem unter Kleinwuchs und Hyperaktivität, was ihn selbst nachts kaum zur Ruhe kommen lässt. Zeitweise muss Levi-Béla bis zu 5 Dauer- und Notfallmedikamente zu sich nehmen, insbesondere auch wegen seiner ständigen starken Pseudo-Krupp-Hustenanfälle bis zum Erbrechen, wegen denen permanent ärztliche und therapeutische Behandlungen erfolgen müssen, was die unumgänglich notwendige Mobilität für Familie K. unterstreicht.

Zum Glück konnte in dieser für Familie K. besonders schwierigen Lebenslage schnell eine gute Lösung gefunden werden. Denn am 13.03.2019 hatte der Schutzengelverein im Rahmen der Aktivierungsmaßnahme "Meilenstein" einen generalüberholten, gebrauchten VW Polo geschenkt bekommen. Der schmucke Kleinwagen war im Rahmen einer sog. Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung als Workshop in enger Kooperation zwischen der AQuiS GmbH und der Firma Auto & Motorrad Hoffmann mit Sitz in Oberwürzbach technisch komplett überholt und verkehrstauglich mit TÜV gemacht worden. Das Jobcenter Saarpfalz-Kreis hatte den Workshop komplett finanziert. Mit viel Herzblut hatte Kfz.-Meister und Ideengeber dieser besonderen Aktion Walter Hoffmann für die Umsetzung des Workshops verantwortlich gezeichnet und in Funktion des fachlichen Anleiters Jugendlichen und jungen Erwachsenen Grundkenntnisse in den Bereichen KFZ-Service, Karosseriebau sowie Autolackierung vermittelt.

Bereits am 16.03.2019 erfolgte in der Oberwürzbacher Firma Auto & Motorrad Hoffmann die Fahrzeugübergabe an Familie K., die sich über den "rundum generalüberholten" VW-Polo riesig freuen durfte und nun endlich wieder mobil ist. Wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten, den Herzenswunsch der kleinen Familie zu erfüllen und wünschen für die Zukunft alles Gute sowie allzeit eine unfallfreie gute Fahrt. Und wenn die Familie nochmals unsere "Schutzengel-Hilfe" brauchen sollte, stehen wir ihr jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.


Schutzengelverein bezuschusst Anschaffung eines behindertengerechten Ford Tourneo Connect für Marc aus Homburg mit 13.200 Euro

Bei der offiziellen Übergabe des behindertengerecht umgebauten Ford Toruneso Connect am 22.03.2019  freuen sich Marc Müller (im Rollstuhl) und Klaus Port (Bildrechte: Klaus Port)

V on Geburt an ist der 22jährige Marc Müller aus Homburg schwerst mehrfachbehindert und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Der lebhafte junge Mann, der von seiner alleinerziehenden Mama liebevoll betreut wird, kann weder Laufen noch Stehen und ist blind. Neben einer schweren Tetraspastik leidet Marc, der nur mit Hilfe seines Rollstuhles fortzubewegen ist, an Epilepsie. Seit einiger Zeit bestand ein enormes Problem für die kleine Familie hinsichtlich der Mobilität von Marc. Denn nicht zuletzt aufgrund seines erheblichen Körpergewichtes und seines Körperumfanges war das in die Jahre gekommene Auto der Familie für regelmäßige Transporte von Marc zu Ärzten, Therapeuten sowie in die Klinik, aber auch für die so wichtige Teilhabe am öffentlichen Leben nicht mehr geeignet. Da öffentliche Verkehrsmittel als Alternative für Marc ausscheiden, erschien als sinnvollste Möglichkeit die Anschaffung eines behindertengerecht umgebauten Fahrzeuges mit Rollstuhlrampe im Heck. Idealerweise war das "neue Wunschauto" mit ausreichendem Platzangebot ein Ford Tourneo Connect, der allerdings einschließlich behindertengerechtem Umbau über 28.000 Euro kostete, viel Geld, das Familie Müller trotz eisernem Sparwillen alleine nicht aufbringen konnte. Weil deren Eigenmittel bei weitem nicht ausreichten, wählte sie in ihrer nachvollziehbaren Notlage einen Weg, der ihr nicht leichtgefallen ist und Überwindung kostete. Mit der herzlichen Bitte um finanzielle Unterstützung wandte sich Frau Müller Anfang 2017 an verschiedene Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Sponsoren. Wie sich zeigte, war dies der richtige Weg. Allerdings fehlten im April 2018 noch immer 13.200 Euro. Selbstverständlich war es uns ein Herzensanliegen, diese noch offene Summe als Spende beizusteuern, damit Familie Müller ihr Fahrzeug endlich verbindlich beim Autohaus Jochem GmbH in St. Ingbert bestellen konnte. Leider hat das Autohaus in diesem Zusammenhang eine unrühmliche Rolle gespielt. Denn nach der Lieferung des Neuwagens im August 2018 stellte sich fataler Weise heraus, dass der bestellte und vollständig bezahlte Neuwagen Ford Tourneo Connect überhaupt nicht mit Rollstuhlrampe umzubauen ist. Anstatt den bedauerlichen Fehler einzuräumen und Familie Müller zeitnah zu ihrem behindertengerechten Fahrzeug für Marc zu verhelfen, zeigte sich das Autohaus unbeeindruckt von dem Sachmangel alles andere als kundenfreundlich und hilfsbereit gegenüber ihrem schwerstbehinderten Kunden. Anstatt „mit Herz“ zu helfen und sich um Schadensbegrenzung bzw. Wiedergutmachung zu bemühen, wurde sogar bezeichnender Weise vehement in Abrede gestellt, bei Vertragsabschluss von dem beabsichtigen Fahrzeugumbau überhaupt Kenntnis gehabt zu haben, was sich allerdings schnell und schriftlich nachweisbar als Schutzbehauptung herausstellte. Erst nachdem Familie Müller einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen beauftragt hatte, wurde nach Wochen eingelenkt mit dem Ergebnis, dass Familie Müller seit Februar 2019 nun endlich ein Jahreswagen Ford Tourneo Connect behindertengerecht mit Rollstuhlrampe umgebaut zur Verfügung steht.   

Wir freuen uns, dass wir mit unserer 13.200 Euro-Spende und trotz des herzlos erscheinenden Verhaltens des Autohauses der sympathischen Familie Müller zu ihrem behindertengerechten Fahrzeug verhelfen konnten. Mit dem modernen Wagen wurde die Lebensqualität und insbesondere die so wichtige Mobilität von Familie Müller entscheidend verbesssert. Wir wünschen allzeit eine gute Fahrt und gute Gesundheit für die Zukunft. Selbstverständlich werden wir die Familie weiterhin begleiten und unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird. 


Fahrzeuganschaffung für 10jährigen Paul und behindertengerechten Fahrzeugumbau mit 5.000 Euro bezuschusst

Stolz präsentiert Paul das neue Familienauto mit der Rollstuhlrampe im Heck (Bildrechte: Fam. Thewes)

D er im Juli 2009 geborene Paul Thewes, der mit seiner sympathischen Familie in Schmelz wohnt, leidet an Lisenzephalie Typ 1, einer Fehlbildung des Gehirns mit diversen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Der liebenswerte Junge ist dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen und muss rund um die Uhr betreut werden.

Als Paul vor einiger Zeit einen elektronischen Rollstuhl bekam, war dies ein schöner und wichtiger Beitrag hinsichtlich einer etwas größeren Selbständigkeit des Jungen im ohnehin schwierigen Alltag.  Es entstand dadurch aber auch ein neues Problem bei der Familie. Denn Pauls größerer und schwergewichtiger Rollstuhl benötigt deutlich mehr Platz beim Transport als ein "normaler" Rollstuhl, was zur Folge hatte, dass das bisherige Familienauto von Familie Thewes vom Raumvolumen her zu klein geworden war. Um indes insoweit Abhilfe zu schaffen und Paul die für ihn so wichtige Mobilität weiterhin zu gewährleisten, insbesondere seine regelmäßigen Arzt- und Therapiebesuche sicherzustellen sowie die so wichtigen Ausflüge mit seiner Familie weiterhin zu ermöglichen, erschien die Anschaffung eines anderen Familienautos mit deutlich mehr Raumvolumen für die insgesamt vierköpfige Familie unumgänglich. Mit eisernem Sparwillen und mit Hilfe einiger Spendengelder, auch von privaten "Unterstützern", konnte schließlich Mitte 2018 ein neuwertiger Ford Tourneo Connect gekauft werden, der der bescheidenen Familie seither wertvolle Dienste leistet. Doch der unabdingbar notwendige behindertengerechte Fahrzeugumbau mit einer Rollstuhlrampe im Heck verzögerte sich infolge Verkettung unglücklicher Umstände um mehrere Monate. Erfreulicherweise konnte der für den Transport von Paul so wichtige Fahrzeugumbau nun endlich im Januar 2019 erfolgreich abgeschlossen werden, so dass Pauls Mobilität und damit seine Teilhabe am öffentlichen Leben nunmehr wieder hergestellt ist.

Wir haben zur Erfüllung des Herzenswunsches von Familie Thewes den Kauf des Ford Toruneo Connect mit 3.000 Euro und den bei der Saarbrücker KLS GmbH vorgenommenen Fahrzeugumbau mit 2.000 Euro unterstützt. Insoweit freuen wir uns, der netten Familie bei den doch sehr kostenintensiven Aufwendungen wenigstens in finanzieller Hinsicht ein wenig geholfen zu haben.

Für die Zukunft wünschen wir der gesamten Familie alles Gute und allzeit eine unfallfreie gute Fahrt. Und wenn die Familie nochmals unsere "Schutzengel-Hilfe" brauchen sollte, stehen wir ihr  jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.


Schutzengel übernehmen Kosten in Höhe von 1000 Euro für Mietfahrzeug zur Aufrecherhaltung der Mobilität von Jennifer

Das Foto zeigt die liebenswerte Jennifer Schwarz bei ihrer wöchentlichen Reittherapie (Bildrechte: Anja Schwarz)

Z ur Philosophie der gemeinnützigen Blieskasteler Schutzengel gehört mit sehr hoher Priorität eine schnelle und unbürokratische Hilfe in besonders schwierigen Lebenslagen für schwerstbehinderte junge Menschen. In diesem Sinne ereilte uns kürzlich ein "dringender Hilferuf" für die 24jährige Jennifer Schwarz aus Püttlingen, die zu 100 Prozent körperlich und geistig schwerstbehindert ist und sich mehreren schwierigen Gehirnoperationen unterziehen musste. Jennifer, die während einer OP einen Hirninfarkt erlitt, leidet u. a. an spastischer Hemiparese, Mikrocephalie und erheblichen Sehstörungen. Sie kann nicht sprechen und nur sehr kurze Distanzen mit Hilfestellung laufen. Im Alltag ist sie weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen und bedarf einer eingehenden Betreuung und Fürsorge "rund-um-die-Uhr". Mit viel Liebe und Herzblut kümmert sich Mama Anja um das Wohl ihrer Tochter, wobei ihr kein Weg zu weit und keine Mühe zu groß ist. Frau Schwarz verbringt Jennifer fast täglich zu Arzt- und Therapieterminen, wobei sie wegen der Behinderung ihrer Tochter zwingend auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, auch wegen zu bewältigender großer räumlicher Entfernungen. Als kurz vor Weihnachten das "in die Jahre gekommene" Auto von Familie Schwarz einen kapitalen Getriebeschaden hatte, bedeutete dies zugleich ein enormes Mobilitätsproblem für die sympathische und bescheidene Familie. Denn die im Raum stehenden immensen Reparaturkosten standen völlig außer Verhältnis zum aktuellen Zeitwert des Autos, so dass eine Instandsetzung allein schon aus Kostengründen ausschied. Die einzig sinnvolle und vor allem nachhaltige Problemlösung bestand in der Anschaffung eines günstigen, zweckmäßigen Neufahrzeuges, welches Familie Schwarz innerhalb weniger Tage bei einem günstigen Kfz-Händler vor Ort bestellte. Dabei war insbesondere ausschlaggebend, dass  die Familie das Fahrzeug mit ihren bescheidenen finanziellen Möglichkeiten finanzieren kann. Vor dem Hintergrund, dass das Neufahrzeug voraussichtlich aber erst Ende März/Anfang April 2019 zur Auslieferung kommt, wurde es erforderlich, bis dahin für Jennifer eine praktikable, kostengünstige Transportmöglichkeit zur Wahrnehmung ihrer vielen Termine zu finden. Insoweit wurden u. a. bei einem Saarbrücker Mietauto-Handel die Konditionen hinsichtlich der Anmietung eines für den Transport von Jennifer geeigneten Autos überprüft. Schließlich bestand die Lösung in der Anmietung eines gebrauchten Peugeot-Partner, dessen Monatsmiete allerdings 300 Euro beträgt, viel Geld, das Familie Schwarz in ihrer ohnehin schwierigen finanziellen Situation nicht alleine aufbringen kann.

Bei Kenntnisnahme dieses durchaus preisgünstigen Mietwagenangebotes haben wir sofort beschlossen, Familie Schwarz 1.000 Euro zur Verfügung zu stellen, damit das aktuelle Mobilitätsproblem bis zur Lieferung des bestellten Familienautos auf diese Weise gelöst ist. Insoweit freuen wir uns, Jennifer und ihrer netten Familie mit dieser finanziellen Unterstützung wirksam helfen zu können und versprechen, dass wir auch bei künftigen Problemen mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen.  


Schutzgengel bezuschussen Hebebühne für 6jährigen Lukas F. mit 5.000 Euro

Bei der 'offiziellen Spendenübergabe' am 12.01.2019 in Dellfeld freuten sich Lukas und seine Eltern Sascha und Stefanie mit Klaus Port (links) über die zweckmäßige Rollstuhl-Hebebühne, die den ohnehin schwierigen Alltag der Familie etwas erleichtert (Bildrechte: Klaus Port)

E rneut konnten wir den 6jährigen Lukas und seine Eltern Stefanie und Sascha F. aus Dellfeld unbürokratisch und nachhaltig bei der Realisierung eines Herzenswunsches unterstützen. Lukas kam im Januar 2012 zusammen mit seinen Geschwisterchen Leni (960 Gramm) und Silas (550 Gramm) als Drillingsfrühgeborener in der 27 SSW mit nur 860 Gramm Gewicht zur Welt. Als Folge eines medizinisch zwingend notwendigen Kaiserschnittes hatten alle drei Kinder einen ganz schweren Start ins Leben. Leider musste der kleine Silas, der nicht selbständig atmen konnte, nach mehreren Darmoperationen und einem komplizierten Eingriff am Herzen nach 8 Wochen als Sternenkind seinen Weg zu seinem Stern antreten. Glücklicherweise entwickelte sich Leni gut. Bei Lukas, der wegen unreifer Lunge maschinell beatmet werden musste, kam es am 3. Lebenstag zu einer schweren Hirnblutung mit Hirndrucksymptomatik. Nur durch sofortige Operation am Kopf konnte er überleben. Hinzu kam ein schweres Lungenproblem. Doch Lukas kämpfte tapfer, wollte leben. Nach 5 Monaten Krankenhaus durfte der zu 100 Prozent mehrfach schwerstbehinderte kleine Kämpfer endlich nach Hause. Leider sind die Folgen der Hirnblutung schwerwiegend, so dass Lukas sein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein wird. Der Junge ist blind, kann weder frei sitzen, gehen, stehen, auch nicht krabbeln und muss viel Zeit im Rollstuhl verbringen.

Da Lukas im Alltag neben dem Schulbesuch verschiedene Therapien außerhalb der Wohnung wahrnehmen muss und natürlich so viel wie möglich am öffentlichen Leben teilhaben soll, musste er bislang beim Verlassen des Anwesens tagein, tagaus mit dem Rollstuhl – oft  mehrmals täglich -  von Familienangehörigen oder Bezugspersonen die Eingangstreppe hoch- bzw. herunter getragen werden. Dieser "körperliche Kraftakt" wurde infolge zunehmenden Alters und Körpergewichts von Lukas immer beschwerlicher. In dieser prekären Situation erschien die Anschaffung einer Rollstuhl-Hebebühne für Lukas unumgänglich. Aufgrund baulicher Gegebenheiten am Haus und der räumlichen Lage seines Therapiezimmers bot sich die Installation der Hebebühne am zweckmäßigsten an der Rückseite des Anwesens direkt am Balkon an. Doch unabdingbar notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Balkonstatik, aufwendige Änderungen am Balkongeländer sowie unumgängliche Erd- und Fundamentarbeiten verursachten insoweit Gesamtkosten von 25.000 Euro für das Hebebühne-Projekt.

Da die finanziellen Eigenmittel der sympathischen Familie nicht ausreichten, haben wir sie unbürokratisch mit einem Zuschuss von 5.000 Euro gerne unterstützt. Von daher konnte die Rollstuhl-Hebebühne bei der Firma HIRO LIFT in Auftrag gegeben und installiert werden. Jetzt kann Lukas das Haus mit seinem Rollstuhl problemlos verlassen bzw. wieder zurückgebracht werden. Wenn wir schon nicht medizinisch helfen können, so freuen wir uns, dass wir Familie F. nach unserer Unterstützungsleistung im Januar 2018 (Zuschuss von 5.000 Euro für speziellen Fahrzeugumbau) wenigstens nochmals finanziell helfen und einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Lebensqualität leisten konnten.

Wir wünschen Lukas und seiner ganzen Familie alles Gute und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung, wenn unsere Hilfe gebraucht wird.

 

 

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